Margarete Heymann-Loebenstein – Bauhausschülerin und Keramikerin


Die Vorgängerin von Hedwig Bollhagen in Marwitz. Die Bauhausschülerin gründet 1923 die Hael-Werkstätten für künstlerische Keramik. Aus ihnen werden später die HB Werkstätten für Keramik.

Margarete Heymann-Loebenstein


Margarete Heymann-Loebenstein (* 10. August 1899 in Köln; † 11. November 1990 in London), deutsche Keramikerin und Bauhausschülerin, wurde in den 1920er Jahren durch ihre schlichte moderne Gebrauchskeramik international bekannt.

Nachdem sie ein Jahr lang als künstlerische Mitarbeiterin im Veltener Werk der Steingutfabriken Velten-Vordamm tätig ist, gründet sie 1923 mit ihrem Mann und Schwager in Marwitz die keramischen Hael-Werkstätten. Das Unternehmen expandiert und wird unter ihrer künstlerischen Leitung zu einem modernen Unternehmen. Auf wirtschaftlichen und politischen Druck hin (Heymann ist jüdischer Abstammung) schließt sie ihre Werkstätten zum 1. Juli 1933. Im darauffolgenden Jahr verkauft sie den Betrieb an Heinrich Schild, der ihn gemeinsam mit Hedwig Bollhagen weiterführt. Heymann-Loebenstein emigriert nach England und baut eine neue Firma mit ihrer Keramikproduktion auf. Ihre Entwürfe werden als Greta-Pottery weltweit bekannt.

Die HB-Werkstätten für Keramik produzieren anfangs unter wesentlicher Verwendung der Muster der gewinnbeteiligten Margarete Heymann-Loebenstein. Noch in den 1960er Jahren stellte Hedwig Bollhagen einzelne Designs von Heymann-Loebenstein her.